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Wissen festhalten und zugänglich machen

Vor der Schrift haben Menschen ihr Wissen mündlich weitergegeben. Mit der Schrift wurde es möglich, Wissen festzuhalten und zu sammeln (z.B. in Archiven). Die Erfindung des Buchdrucks ermöglichte es, festgehaltenes Wissen zu vervielfältigen und zu verbreiten. Bibliotheken machten dieses Wissen zugänglich.

Über die Bibliothek von Alexandria existiert kaum gesichertes Wissen (Ein Blick in die Historie: Die Bibliothek von Alexandria). Aber man geht davon aus, dass sie (ca. 300 Jahre vor unserer Zeitrechnung) den Versuch darstellte, das gesamte Wissen der damaligen Welt zu sammeln.

1965 formulierte Ted Nelson das Konzept, die unzähligen, verstreuten "Wissensfragmente" netzartig miteinander zu verknüpfen, anstatt sie (oder deren Kopien) an einem zentralen Ort zu sammeln. Er bezeichnete das Konzept als Hypertext (für Texte) bzw. Hypermedia (für Texte, Bilder, Audio und Video). Zur Vernetzung der einzelnen "Wissensfragmente" dient das Konzept der Links (Verweise).

Hypertext-Konzept.png

Hypertext-Konzept

Mit den Web-Technologien schuf Tim Berners-Lee die Grundlage für die Umsetzung der Visionen der Bibliothek von Alexandria und dem Hypertext-/Hypermedia-Konzept. Dass er seine "Erfindung" nicht patentieren liess, sondern frei zur Verfügung stellte, ermöglichte den Aufbau des World Wide Web (WWW) und schuf damit auch die Basis für die freie Enzyklopädie Wikipedia.